Ich hatte mir viel vorgenommen! Das Jahr 2016 sollte mein Jahr werden. Und eigtl. soll es das auch weiterhin, aber mein Körper hat die Handbremse angezogen.
Im Dezember habe ich mir fest vorgenommen, ab Januar werde ich einiges ändern. Wenn der kurze ab Februar in die Kinderkrippe geht, dann ändert sich eh einiges, dann kann ich auch direkt anfangen.
Wer mich kennt, weiß, dass mein BMI und ich, durch Kontinente getrennt sind. Ich habe nach beiden Kindern zwar abgenommen, aber unmittelbar nach 8-10 Wochen, explodierte ich regelrecht. Ich ging auf wie ein Hefekloß.
Nach der ersten Schwangerschaft habe ich, im ersten Jahr extrem zugelegt, da ich gesundheitlich, auch durch die Geburt, angeschlagen war. Danach habe ich 3 Jahre gebraucht, um die Kilos, die ich zunahm, wieder runter zu bekommen.
Dann wurde ich wieder Schwanger.
In der zweiten Schwangerschaft habe ich nur 4 Kilo zugenommen und hoffte, dass ich danach schneller wieder abnehmen kann. Pustekuchen! Es hat 3 Monate gedauert und zack, ich konnte zu sehen, wie die Klamotten kleiner und ich breiter wurde. Und ich muss sagen, dass Kind 2 mich echt auf trab hielt. Dann sind wir umgezogen und hatten einige stressige Wochen.

Doch ich nahm zu!
Nun bin ich an meiner persönliche Grenze angekommen!! Ich habe keine Waage und ich möchte die Zahl auch nicht Wissen, mir reicht es zu sehen, wie breit die Stelle ist, an der andere eine Taille haben und wie hochschwanger ich aussehe, obwohl diese Wampe leer ist.
Der Start war gut
Ich habe meine Ernährung dann geändert. Nicht umgestellt, das muss ich gestehen, denn zum Umstellen war es mir, zu einseitig. Ich bin ein Depp in Rezepten und habe keine Ahnung von guten und günstigen Nahrungsmitteln, die mir Helfen und meine Familie mitessen kann. Wir haben nicht viel Geld und ich kann nicht pro Mahlzeit 10€ ausgeben und komplett aus Gemüse kann es auch nicht bestehen, da meine Männer mir sonst aufs Dach steigen.
Auf Low Carp umsteigen kann ich nicht, das löst bei mir Migräne aus! Außerdem ist es wieder eine Preisfrage. Wenn ich alles, was ich brauche, beim Metzger hole, die Bohnen nicht mehr aus der Dose kaufe, viel Fleisch, Eier und Nüsse essen soll, so wie es das sprechende D! Jedem Rät, dann dreh ich durch und bin pleite. Ich kann morgens nichts Süßes essen, da kotz ich. Nur Eier bring ich nicht runter, das ist unmöglich. Nur Wurst ist zu teuer und macht nur kurz satt. Dann soll ich meine Brötchen ersetzen, das geht schon mal nicht und das Eiweißbrot ist geschmacklich eklig und Preislich nichts für eine 4 -köpfige Familie, in der nur einer Geld verdient.Irgendwann hing mir das Essen zum Hals raus und Ideen, was ich koche, hatte ich schon lange nicht mehr. Also kochte ich wie immer, reduzierte und änderte Zutaten und versuchte meine Portionen, die eh schon immer klein waren, weiter zu reduzieren und dann halt mehrere kleine zu essen, wie ich es in der Schwangerschaft auch getan hatte.
Dass man ohne Sport nicht abnehmen kann, das sollte jeder wissen. Also organisierte ich mir eine Hilfe für Bauchsport und eine Trainingsmatte. Meine Zumba CD´s, hatte ich auch wieder aus dem Schrank geholt und Sportkleidung wurde bei H&M im Sale bestellt.
Die ersten Tage funktionierte das auch super, immer wenn mein Mann am Abend mit dem Hund runter gegangen ist, hat er den großen mitgenommen und der Zwerg war im Bett. Ich hatte ruhe.

Dann kam der erste Zyklus
Ich leide! Ich habe schmerzen, die werden auch mit Sport nicht besser, ich nehme Tabletten und ich leide. Ich könnte nicht mal Sport machen, denn durch die Anstrengung wird .. ach lassen wir das, das wird unschön. lach
Ich musste pausieren, ich hatte gelüste nach Süß! Zwei Wochen ohne etwas Süßes, ohne Energiedrink ohne Knabbereien am Abend - ohne alles! Ich ergab mich, der schmacht und nutzte es nicht aus! Ich genoss. Die Body Changer haben ihren Fresstag oder Load-day, ich lach mich kaputt und genieße dann eine Kleinigkeit, wenn ich es möchte und Lust habe. Einfach um zu vermeiden, dass ich irgendwann rückfällig werde.
Dann plötzlich war, da dieses Loch und ich stürzte, direkt hinein. Mein Körper war schwer, ich war Müde, einfach nur Müde. Ich hatte keine Kraft, ich kannte mich selbst nicht mehr und ich hatte nicht die Energie mich um mich oder wichtiger, mich um meine Familie zu kümmern. Alles war mir zu viel und zu schwer. Ich dachte irgendwann, wenn ich da nicht rauskomme, dann werde ich Depressionen bekommen, die schlimmer sind als die, dass was ich seit Jahren durchmache. Ich versuchte mich zu motivieren, ich zwang mich. Wir meldeten unseren großen im Fußball an, damit ich einen Grund habe 2x die Woche auf den Sportplatz zu gehen, Sommer wie Winter.
Ich zerrte mir Muskeln, ich klemmte sie mir ein und stand wirklich vor der Verzweiflung.
Da ich keine Waage hatte und habe, um das alles zu kontrollieren, bin ich auf meine Kleidung angewiesen, um zu sehen, ob sich etwas tut. In all den Monaten hat sich kein Gramm nach unten verirrt! Mein Hals schwillt an, ich sehe aus wie Ursula die Unterwasser Hexe. Das Doppelkinn hat eine Familie..
Wenn ich sportelte, machte ich das wirklich vorsichtig und hielt mich an die Übungen, die ich kannte und man mir mal erklärt hatte. Beim Zumba machte ich langsam um mich daran zu gewöhnen.
Doch wie es seit Jahren immer wieder passiert, hatte ich auch jetzt wieder oft das Problem, dass ich mir zwischen den Schulterblättern am Nacken, einen Muskel klemmte. Am Lendenwirbel habe ich seit bestimmt 10 Jahren Probleme, dank eines kaputten Bettes und die PDAs machten es nicht besser. Muskelzerrungen und Hexenschuss, sie wechselten ihre Schichten. Sport war dann nicht drin.
Es war gelöscht
Irgendwann war ich wieder in so einem Loch, das meist im Hormonkarussell entstand. Ich wachte morgens auf und alles war gelöscht. Die Motivation, die Idee, der Grund, die Lust - alles!
Ich war nur noch Müde und wollte schlafen. Kinder in den Kindergarten, Hund versorgt und ab ins Bett. Ich schlief nachts sehr schlecht. Konnte lange nicht einschlafen, träumte schlecht, trauerte wieder vermehrt. Immer wieder wurde ich wach und am Morgen war ich gerädert. Ich legte mich nur für 1 Std. hin, aber ich schlief tief. So tief, wie man es nachts sollte. So tief, das ich nichts mehr mitbekam. Diese Müdigkeit hält bis heute an. Ich werde wieder schneller krank, hole mir Dinge, die hatte ich nie. Nasennebenhöhlenentzündung. WTF?! Hatte ich noch nie, zack hab ich se und das nicht zu knapp. Nun habe ich auch noch ne schöne Bindehautentzündung in den Startlöchern, ich bin begeistert.Ich esse nicht mehr soooo gesund, aber, ich übertreibe es auch nicht. Ich esse gerne Gemüse und daran wird sich auch nichts ändern. Ich trinke Wasser, lasse mir aber meinen Kaffee und Tee nicht vermiesen. Auch Energiedrinks werde ich weiter kaufen. Man muss es nur richtig einteilen.
Mein Problem ist, dass knabbern am Abend. Beim Zocken oder TV gucken. Ich habe es wieder angefangen. Ich hatte dieses tief und brauchte es.. Nun komme ich nicht mehr davon weg.. hmpf...
Aber zum Glück nehme ich auch nicht zu derzeit.
Ich erhoffe mir das ich jetzt, wenn es wärmer ist, wieder besser auf dem Schatten komme und mich aufraffen kann. Und ja! Ich werde mich auch mal untersuchen lassen!
Ein großes Blutbild, damit ich weiß, in welche Richtung es gehen wird. Ich gehe von der Schilddrüse aus, das weiß ich aber schon seit einem Jahr. Schande auf mein Haupt. Ich muss dringend etwas machen lassen.
Die einzige Angst, die ich habe, ist die, dass ich zu den Hashimoto Patienten dazugehöre! Ich hab da echt keinen Bock drauf. Ich habe sowieso schon Angst zum Arzt zu gehen, weil ich die Panik davor habe, dass mir so einer sagt, dass ich Krebs habe. Diese Panik kann sich niemand Vorstellen, der sie nicht selbst erlebt.
Dass ich aber mit meinem Verhalten genau das falsche mache, dass weiß ich! Ich bin nur wie gelähmt und brauche wirklich Hilfe.
Deshalb werde ich zusammen mit meinem Mann, wenn er Sommerurlaub hat, die ersten Schritte einleiten. Zuvor werde ich mit einer Allgemeinmedizinerin sprechen.
Ihr seht, es ist derzeit nicht einfach und das wirkt sich auch auf mein Bloggerleben aus. Das steht als Hobby, ja auf dem letzten Platz und das sieht man auch.
Heute zu wissen, auf was ich morgen Lust habe, ist unmöglich zu sagen!
Heute sage ich dieses und morgen stehe ich auf und denke... Neeeeeeeeeeeee, lass mich.Dieses Gefühl der Ohnmacht und dass man sich selbst nicht mehr unter Kontrolle hat, es ist einfach zum Kotzen.
Ich wünsche mir eigtl. nur noch, das es aufhört und ich wieder normal Leben kann. So, wie ich bin und immer war. Glücklich!

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